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Priester Pater Charles ist ein hoher Kirchenfürst und der Erzverweser der Ordensprovinz Drusna.

Aussehen Bearbeiten

Er hat ein ausgezehrtes Gesicht und ein mit Silberfäden durchzogener Bart.[1]

Familie Bearbeiten

Charles hat im Laufe seines Lebens mit Novizinnen der Tjuredkirche drei Söhne und fünf Töchter gezeugt.[2]

Biographie Bearbeiten

Waffenstillstandsgespräche Bearbeiten

Nach der Schlacht am Bärensee vereinbaren die Komturin Lilianne de Droy und Charles mit dem Ehernen Bund einen Waffenstillstand. Da die Komturin damit rechnet fliehen zu müssen, postiert sie entlang ihres Fluchtweges durch Drusna Soldaten. Die Komturin Lilianne entführt die Prinzessin Gishild kurzerhand und leitet zusammen mit Charles ihren Fluchtplan ein. Sie erreichen nur kurz vor den sie verfolgenden Elfen die auf sie wartenden Schiffe. Eine der beiden Galeeren kann von der Elfe Yulivee mittels Magie zerstört werden. Die Magie der Elfe lässt das Eis um die beiden verbliebenen Schiffe gefrieren.[3] Lilianne befiehlt die Schiffe sofort aus dem Eis zu befreien. Sie können schließlich mit ihrer Geisel auf der Galeasse Sankt Raffael entkommen, kurz nachdem die Elfen die verbliebene Galeere erobern.[4]

Reise nach Paulsburg Bearbeiten

Auf der Flucht kommt es zwischen Charles und Lilianne zu Spannungen. Sie ahnt, dass Charles Gishild für seinen Ruhm benutzen möchte und plant ihn zu hintergehen. Nachdem sie in Paulsburg angekommen sind, gehen Charles und Lilianne zunächst getrennte Wege. Am vierten Tag in Paulsburg trifft eine von Charles angeforderte Flottille (insgesamt fünf Galeeren und zwei Galeassen) des Ordens vom Aschenbaum ein. Mit dieser militärischen Macht will der Erzverweser Gishild einfordern. Bevor es dazu kommen kann, verschwindet Lilianne zusammen Gishild. Sie hinterlässt Charles stattdessen mit dem Mädchen Dunja eine Person, dass Gishild ähnlich sieht, den Kopf geschoren hat und einen Schnitt auf der Stirn hat. Kurz vor ihrer Flucht tritt Lilianne das Amt als Komturin von Drusna an Dominique de Blies, dem Bannerträger der Neuen Ritterschaft, ab und ermöglicht so ihrem Orden ihre Taten öffentlich zu verurteilen und so vor Schaden zu bewahren.[5]

Arbeit gegen die Neue Ritterschaft Bearbeiten

Verägert, von der ehemaligen Komturin ausgetrickst worden zu sein und beunruhigt, wie stark die Neue Ritterschaft geworden ist, beginnt Charles gegen die Neue Ritterschaft zu arbeiten. Er verlässt an Bord der Heidenhammer zunächst Paulsburg wieder, zusammen mit der angeblichen fjordländischen Prinzessin, welche eigentlich nur das einfache Mädchen Dunja ist. Charles lässt sie vom Hauptmann seiner Wachen, Rodrik, in die Kabine seines Schiffs bringen. Charles beschließt zunächst so zu tun, als sei sie die echte Prinzessin, damit niemand bemerkt wie sehr er auf Lilianne hereingefallen ist.[6] Er lässt jedoch das Mädchen töten und in Aniscans begraben, damit auch die Heptarchen die falsche Prinzessin nicht enttarnen können.

Einige Zeit später erhält Charles von einem Freund aus Paulsburg den Brief In treuer Sorge.[7] Darin wird berichtet, dass der Kapitän der Heidenhammer, Ronaldo Rueida, gefoltert und getötet worden ist. Vor dessen Tod konnte er jedoch den Namen Charles noch nennen. Der Freund befürchtet nun, dass Charles Leben in Gefahr ist und bittet ihn vorsichtig zu sein.

Charles gelingt es bei den Heptarchen in Aniscans Stimmung gegen die Neue Ritterschaft zu machen.[8] Außerdem wird der Neuen Ritterschaft nach dem Desaster um Gishilds Entführung der militärische Oberbefehl aberkannt und an den Orden vom Aschenbaum vergeben.[8]

Der Erzverweser ist schließlich in der Lage vier der Heptarchen auf seine Seite zu ziehen. Sie schließen den Heptarchen, der der Neuen Ritterschaft zugehörig ist aus ihrem Kreis aus und bestimmen den Großmeister des Ordens vom Aschenbaum zu seinem Nachfolger.[9]

Kurz bevor er sich von Vilussa aus nach Aniscans aufmacht, trifft er sich an einem Abend mit einer unbekannten Novizin.[10] In seiner eigentlich schwer bewachten Kammer gibt sich die Novizin als die Elfe Silwyna zu erkennen. Diese ist auf der Suche nach der echten Gishild, nachdem sie erkannt hat, dass in Aniscans ein anderes Mädchen begraben liegt.[11] Charles versucht in Todesangst zu verhandeln, die Elfe lässt sich jedoch nicht erweichen und durchtrennt seine Stimmbänder mit einem Dolchstoß.[12] Er ist sich nun bewusst, dass er gleich sterben wird, beschließt aber noch mit seiner letzten Tat der Neuen Ritterschaft zu schaden. Er schreibt mit seinem Blut die Worte Lilianne und Valloncour an die Wand und stirbt.[13]

Trivia Bearbeiten

Die Worte, welche Charles in seinem letzten Augenblick an die Wand schreibt, werden von den Heptarchen und dem Orden vom Aschenbaum so gedeutet, dass er seinen Mörder genannt hat.[14] Sie glauben daher nun, dass die Neue Ritterschaft aus Rache Charles getötet hat.

Quellen Bearbeiten

  1. Elfenritter - Die Ordensburg (Heyne 2007), S. 81
  2. Elfenritter - Die Ordensburg (Heyne 2007), S. 487
  3. Elfenritter - Die Ordensburg (Heyne 2007), S. 199f.
  4. Elfenritter - Die Ordensburg (Heyne 2007), S. 206ff.
  5. Elfenritter - Die Ordensburg (Heyne 2007), S. 277f.
  6. Elfenritter - Die Ordensburg (Heyne 2007), S. 283f.
  7. Elfenritter - Die Ordensburg (Heyne 2007), S. 448ff.
  8. 8,0 8,1 Elfenritter - Die Ordensburg (Heyne 2007), S. 458
  9. Elfenritter - Die Ordensburg (Heyne 2007), S. 486
  10. Elfenritter - Die Ordensburg (Heyne 2007), S. 488
  11. Elfenritter - Die Ordensburg (Heyne 2007), S. 491
  12. Elfenritter - Die Ordensburg (Heyne 2007), S. 493
  13. Elfenritter - Die Ordensburg (Heyne 2007), S. 494
  14. Elfenritter - Die Ordensburg (Heyne 2007), S. 511ff.