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Ganda, auch als Kommandantin Schlüsselchen und Ganda Silberhand bekannt, ist eine magietalentierte Lutin. Sie leitete mit Elija die Widerstandgruppe gegen die Herrschaft der Elfen. Ihre Eltern sind Sesha und Merkad.

"Elfenlied" wurde Ganda gewidmet und erzählt ihr Leben bis zu dem Zeitpunkt, als sie mit Ollowain auf eine lange Reise aufbricht.[1]

Ihr letzter bekannter Aufenthaltsort ist die Kristallhöhle im verbrannten Land, wo sie von Alathaia gefunden wurde.

Geschichte Bearbeiten

Kindheit Bearbeiten

Flucht mit Sesha Bearbeiten

Ganda reiste in jüngeren Jahren lange mit ihrer Mutter Sesha von einem Ort zum nächsten, ohne mehr als ein paar Tage zu verweilen. Dabei unternahmen sie durch Albensterne mehrere kleine Zeitsprünge.[2] Ihre Mutter erzählte nie von ihrem Vater Merkad.[3] Dann eines Tages wurde ihre Mutter an einem Bach im nördlichen Windland von einen Elf in schwarzer Rüstung und einem gekrümmten Klinge ermordet, als sie für ihre Tochter Wasser holen wollte. Ihre letzte Worte zu Ganda waren “Ich bin kurz Wasser holen”. Er ließ Ganda jedoch in Ruhe. Alles was Ganda von ihrer Mutter blieb, war ihre stark gebrauchte Tasche. Das Kästchen in der Tasche war jedoch verschwunden.[4]

Klan der Frostkinder Bearbeiten

Boras, ein Kentaur und Anführer des Klans der Frostkinder, findet Ganda im weiten Grasmeer und nahm sie in den Klan auf. Mit dem kleinen Clan reisten sie mit wenig Habseligkeiten und einer mickrigen Pferdeherde durch das Land. Boras schenkte ihr während dieser Zeit auch eine Rohrflöte. Ihre Reise mit dem Klan währte allerdings nur kurz. Alvias, der Hofmeister Emerelles fand sie und nahm Ganda mit an Emerelles Hof. Alvias meidet sie auf dem Ritt zum nächsten Albenstern, da er meint sie hätte Flöhe. Er steckt sie sogar in einen Sack. Als Rache zaubert sie ihm den Geruch von Fischköpfen an.[5]

Burg Elfenlicht Bearbeiten

Bis zu ihrem sechsten Jahresalter konnte sie auf dem Hof bleiben.[6] Emerelle nahm sie als Vertraute auf und weihte Ganda in die Geheimnisse der Magie ein. Sie befragte sie auch immer wieder behutsam über ihre Mutter aus.[7]
Ganda sucht eines Tages die Stallungen auf und stößt hinzu, als der junge Kobold Bollo von zwei Silenen, darunter Manalos, mit dem Kopf über gehalten, um ihn von den Pferdeäpfeln essen zu lassen. Ganda forderte die beiden Silenen dazu auf den jungen Bollo loszulassen und beruft sich dabei auf ihren guten Kontakt zur Königin Emerelle. Aus Angst lassen die beiden Bollo los und geben kleinlaut nach. Bollo wünschte sich daraufhin, dass die beiden die Hinterlassenschaften essen, was sie dann auch widerwillig taten. Die vier hatten anschließend nie wieder über den Vorfall gesprochen.[8]
Bollo freundet sich mit Ganda an. Während des zweiten Frühlingsfests wollten Ganda und Bollo dem Fürsten von Alvemer Elodrin einen Streich spielen, indem sie ihm eine schwangere Katze in das Bett legten.[9] Er starb bei der Flucht an der Mauer des Westturmes der Burg Elfenlicht. Ganda konnte aber durch den Fürsten gerettet werden.[10]

Leben unter Lutin Bearbeiten

Nach dem Vorfall überließ Emerelle die weitere Ausbildung Gromjan, einem Lutin, der Ganda in die nördliche Windlande mitnahm.[11] Zum Abschied erhielt sie von der Königin ein rotes Kleid, welches nie dreckig wird.[12] Gromjan bringt Ganda in das Windland zu seinem Klan. Dort trifft sie auf die Hornschildechsen, die sie zunächst für Drachen hält, und auf den jungen Elija.[13] Ganda wohnt zunächst die ersten Tage in der Sippe bei Gromjan auf Zweistoß.[14] Im Lutin-Klan war sie nie sonderlich beliebt, vor allem bei Zita.[15]
Auf dem Weg durch das Windland treffen sie auf Sorbas und dessen Klan der Donnerhufe. Sie tauschen Felle und blaue Türkise gegen Salz und Gewürze. Gromjan holt dabei Ganda zum besseren Verstehen des dailischen Dialekts und auch um ihren Status im Lutin-Klan zu verbessern. Sie treffen außerdem auch Vereinbarungen über ihre Grabhügel, da Sorbas befürchtete, dass sein kranker Vater bald sterben würde und dies ein Totenfest nötig machte.[16]
Kurz darauf beginnt Gromjan auch Ganda in der Magie und der Verwandlung zu unterrichten. Er verspricht sich von ihr, dass auch sie das magische Talent ihrer Eltern besitzt. Er hat dabei eine Tendenz dazu, sie mit dem Rohrstock zu verprügeln, wenn ihm etwas überhaupt nicht passt.[17] Die Sippe nahm es ihr übel, als sie sich einmal in eine junge Elfe verwandelte und so einige Augenblicke die anderen Lutin täuschte.[18]
Die Sippe reiste danach nach Feylanviek. Dort soll sie als verwandelte Maurawan den Bewohnern zeigen, sodass man ihrem Clan wieder Vertrauen schenken kann, welches die Albenkinder zuvor in den Clan durch Sesha verloren hatte. Ganda erregte als Elfenmädchen die Aufmerksamkeit von Fürst Shandral und wurde in sein Haus eingeladen.[19] Er gab ihr seine Verlobte Leylin mit, die der Clan nach Hause in Arkadien begleitete.[20]
In der Nähe von Lavianar bekam sie ihre eigene junge Hornschildechse namens Mondkragen. Nach einem Fest stießen ausgestoßene Kentauren auf ihr Lager und griffen ihren Clan an. Ganda läuft zu Wolfsbeißer und geht auf dessen Plattform in Deckung. Als der Lutin an der Ambrust, Spinas Mann, von Pfeilen durchbohrt wird, übernimmt Ganda die Armbrust. Die Kentauren hatten es auf die Lutin mit dem roten Kleid abgesehen, das zu diesem Zeitpunkt Mira trug. Nach ihrem Tod zogen sie sich zurück.[21][22] Der Befehl für den Angriff kam von Alathaia, die wohl von Shandral informiert wurde.[23][24]
Auf der weiteren Flucht machte der Clan einen kleinen Zeitsprung in das verbrannte Land.[25] Dort angekommen hält der Klan ein Gericht über Gandas Taten ab. Neben Gromjan und Elija tritt auch Spina und andere für Ganda ein. Anschließend zog der Klan jahrelang umher. Ganda verbrachte ihre restliche glückliche Kindheit in der Wüste und wurde schließlich zur einer erwachsenen Frau. Elija wurde zu ihrem Liebhaber. Sie lernte alle Zauber der Lutin und wurde zu einem guten Pfadfinder.[26]

Revolution Bearbeiten

Sie teilte den Gedanke des Widerstandes mit Elija. Dort erhielt sie auch von ihm den Namen Kommandantin Schlüsselchen, weil Gromjan sie zum Schlüssel aller Ereignisse auserkoren hatte. Elija nannte sie manchmal auch Rotes Schlüsselchen. Schließlich nahm er sie auch auf seinen Reisen mit. Sie bekam mit, wie die Pläne für die Revolution voran schritten.[27][28]
Gromjan führte während dieser Zeit ihren Clan zurück ins Windland. Einige Elfenfürstenhäuser setzten Kopfgelder auf Ganda und Elija aus. Während der Verlobungsfeier zwischen Shandral und Leylin manipulierten sie eine Torte, die dann einen unerträglichen Stank ausstieß und die Sahne wie einen Vulkan ausspuckte. Und das Propagandamaterial von Elija. Schon wieder auf der Flucht, auch durch mehrere Albenpfade, stieß Ganda wieder auf Alvias, der sie zu Emerelle brachte.[29]
In der Burg gefangen, muss sie wieder als Elfe leben. Sie nahm den Namen Belinwyn an. Doch trotzdem wurde sie durch Mondblüte enttarnt. Mucks, ein Koch am Hofe Emerelles, nimmt im Auftrag von Elija mit Ganda Kontakt auf. Mucks richtet ihr aus, dass sie ihm regelmäßig über wichtige Informationen aus dem Umfeld Emerelles mitteilen soll.[30] Ganda blieb selbst auf der Burg zurück, als alle Anderen zum Fest der Lichter reisten. Sie blieb selbst dort, als der dritte Trollkrieg in vollem Gange war.[31]

Reise mit Ollowain Bearbeiten

Die Yingiz brachen in Albenmark ein. Emerelle erkannte das Übel und schickte Ganda zusammen mit Ollowain auf die Suche nach einer Lösung. Ganda machte dies nur, weil sie Mondblütes Tod rächen wollte, da diese sich zuvor wegen den Yingiz selbst umbrachte.[32]
Sie wurden in die Bibliothek von Iskendria geschickt, um ein Buch von Meliander zu suchen. Dort trafen sie auf den Manneber. Während ihrer Flucht verlor Ganda durch Kleos in Gestalt des Mannebers ihre linke Hand.[33] Nach einem Zeitsprung von 14 Jahren ließ Ollowain sie bei Rika und Breitnase, der ihr eine künstliche Silberhand erstellte.[34][35]

Dritter Trollkrieg Bearbeiten

Sie suchte zunächst den Schwarzen in Talsin. Anschließend reist sie zum Mordstein und schließt sie sich wieder ihrem Clan an, der auf der Seite der Trolle im dritten Trollkrieg kämpfte.[36] Nach der Schlacht am Mordstein zwischen den Trollen und Elfen fand sie durch Nikodemus den schwer verletzten Leib von Ollowain. Sie nahm ihn mit zu ihren Clan und pflegt ihn.[37] Elija jedoch hält Ollowain für eine Gefahr für seine Pläne.[38] Daher wird seine Seele von Elija durch ein Buch, das den Traumscheiben ähnelt, vernichtet.
Nachdem der Trollkönig Gilmarak Emerelles Herrschaft beendete, fungierten Ganda und Elija als seine Berater. Sie veränderten das Leben der Kobolde grundlegend. Ganda wurde dies jedoch alles zu viel und zog sich zurück.[39]
Nicht ganz zwanzig Tage nach dem Thronverzicht von Emerelle suchte Ganda Salma auf, um mehr über ihre Mutter zu erfahren. Salma half ihre frühesten Erinnerungen zurück zu bekommen, doch am Ende der Sitzung entschied sie sich anders und behielt nur den Gedanke, dass ihre Mutter sie geliebt hatte.[40]

Tod Bearbeiten

In Elfenlicht suchte Ganda nach der Tasche von ihrer Mutter, die sie dann in der Kleiderkammer von Emerelle fand. Auf der Tasche war eine Wegbeschreibung versteckt, die ihr vorher noch nicht aufgefallen war. Nun folgte Ganda dem Weg, der sie auf einen Splitter in die zerbrochene Welt führte. Durch verschlungene Wege landete sie in einer Höhle mit dem Kästchen mit den Intarsien aus Pferdezähnen und nahm es mit. Das war jedoch ein Fehler, denn die mächtige Elfe Alathaia ist hinter dem Inhalt her.[41]
Ganda flüchtete in das verbrannte Land. Auf der Flucht vor Alathaia landete sie in eine Kristallhöhle, in der sie sich schon vorher mehrmals versteckte. In der Höhle schrieb sie das Buch über ihr Leben zu Ende, es ist im "Elfenlied" abgedruckt. Alathaia brauchte jedoch nur einen Tag, um die Lutin in der Höhle zu finden. Bevor sie sich gefangen nehmen ließ, wickelte sie das Buch in ein Öltuch, um es einer Wasserströmung zu übergeben und schnitt sich dann selbst die Zunge ab.[42]
Sie konnte Alathaia so zwar nichts erzählen, jedoch fand die Elfe ihr Büchlein. Das muss vor Ollowain gewesen sein, weil sein Körper zu dieser Zeit von Falrach kontrolliert wurde. Durch einen Hinweis im Buch gelang es ihr die Karfunkelsteine in Emerelles Kleiderkammer zu finden. "Es gehörte einer Lutin, die mir nichts sagen wollte und doch alles, was ich wissen musste, schon niedergeschrieben hatte. Sie hielt sich für schlauer als ich es bin. Genau wie ihre Mutter. Und sie ereilte dasselbe Schichsal wie ihre Mutter."[43] Damit ist auch klar, dass Alathaia Ganda umbrachte.

Quellen Bearbeiten

  1. Elfenlied (Heyne 2009), Seite 15ff
  2. Elfenlied (Heyne 2009), Seite 16
  3. Elfenlied (Heyne 2009), Seite 57
  4. Elfenlied (Heyne 2009), Seite 17
  5. Elfenlied (Heyne 2009), Seite 20ff
  6. Elfenlied (Heyne 2009), Seite 60
  7. Elfenlied (Heyne 2009), Seite 30ff
  8. Der schwarze Ritter (Hörspiel), Kapitel 15: Bollo
  9. Elfenlied (Heyne 2009), Seite 35ff
  10. Elfenlied (Heyne 2009), Seite 42
  11. Elfenlied (Heyne 2009), Seite 44ff
  12. Elfenlied (Heyne 2009), Seite 47
  13. Elfenlied (Heyne 2009), Seite 53ff
  14. Elfenlied (Heyne 2009), Seite 59
  15. Elfenlied (Heyne 2009), Seite 64
  16. Elfenlied (Heyne 2009), Seite 67
  17. Elfenlied (Heyne 2009), Seite 72ff
  18. Elfenlied (Heyne 2009), Seite 83ff
  19. Elfenlied (Heyne 2009), Seite 95
  20. Elfenlied (Heyne 2009), Seite 104
  21. Elfenlied (Heyne 2009), Seite 111ff
  22. Die Verräterin (Hörspiel), Kapitel 6: Gericht über Ganda
  23. Elfenlied (Heyne 2009), Seite 118
  24. Elfenlied (Heyne 2009), Seite 134
  25. Elfenlied (Heyne 2009), Seite 120ff
  26. Elfenlied (Heyne 2009), Seite 124
  27. Elfenlied (Heyne 2009), Seite 126
  28. Elfenlicht (Heyne 2014), Seite 500
  29. Elfenlied (Heyne 2009), Seite 128ff
  30. Die Verräterin (Hörspiel), Kapitel 13: Kobold Mucks
  31. Elfenlied (Heyne 2009), Seite 136ff
  32. Elfenlicht (Heyne 2014), Seite 44ff
  33. Elfenlicht (Heyne 2014), Seite 278ff
  34. Elfenlicht (Heyne 2014), Seite 383ff
  35. Elfenlicht (Heyne 2014), Seite 491ff
  36. Elfenlicht (Heyne 2014), Seite 552ff
  37. Elfenlicht (Heyne 2014), Seite 551ff
  38. Elfenlicht (Heyne 2014), Seite 623
  39. Elfenlied (Heyne 2009), Seite 145ff
  40. Elfenköngin (Heyne 2014), Seite 885ff.
  41. Elfenlied (Heyne 2009), Seite 146ff
  42. Elfenlied (Heyne 2009), Seite 152ff
  43. Elfenkönigin (Heyne 2009), Seite 270

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