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Iskendria ist eine bedeutende Handelsmetropole auf Daia, die berühmt für seine Bibliothek und berüchtigt für seinen grausamen Stadtgott Balbar ist. Nur von hier ist es möglich in die Bibliothek von Iskendria zu gelangen.

Der Name der Stadt und die ähnliche Kultur und Bauart lässt die Inspirationquelle stark auf Alexandria schließen.

Stadt und UmgebungBearbeiten

Zwei große Handelsstraßen und ein mächtiger Strom treffen sich in der Hafenstadt am Rande einer Wüste. Sie liegt vermutlich in der Bucht der Aegilischen Inseln an der gleichen Küste wie Terakis.[1][2] Vor der Eroberung der Tjuredgläubigen wurde sie von einer fünfzehn Fuß hoher Mauer umgeben. Die Tore waren mit halbrunden Türmen flankiert, die die doppelte Höhe der Mauer besaßen. Die meisten Häuser in der Vorstadt waren aus Lehmziegeln gebaut und besaßen selten über zwei Geschosse, im Zentrum waren die Bauwerke aus weiß verputztem Ziegelwerk. Oftmals waren die Wände dieser Häuser mit Bildern von Schiffen und Störchen bemalt. Es gab eine zentrale Säulenallee, welche besonders hervor stach. Jede dritte Säule besaß dabei eine überlebensgroße Statue. An jeder Hauptstraße gab es überall Händler die ihre Waren verkauften. Die stadteigene Bibliothek in der Nähe des Hafens wurde etwa 20 vdB errichtet und soll alles Wissen der Welt versammeln. Es gab einen Platz des Himmelshauses mit einer zehn Schritt hohen Statue des Stadtgottes Balbar, an dem auch gleich dessen Tempel lag. Dessen purpurfarbene Säulen wurden von goldbeschlagenen Kapitellen gekrönt. Unterhalb der Stadt gibt es Abwasserkanäle und Katakomben.

Die letzte Straßenmeile vor der Stadt war von Gräbern, Grüften und protzigen Mausoleen gesäumt. Die einfachen Gräber, teils nur aus einem Stein gekennzeichnet standen weiter weg von der Stadt, die prächtigen Grabhäuser aus Marmor und Alabaster jedoch näher. Dabei waren die Grabhäuser mit Bildern vom Toten in jugendlicher Gestalt geschmückt, dabei hielten sie sich auch nicht mit kräftigen Farben zurück.[3] Die verschieden prächtigen Gräber zeigen, dass dort Herrscher wie auch normale Bürger begraben wurden. Wie weit das Stadtbild unter der Herrschaft der Kirchenfürsten verändert wurde ist nicht bekannt.

AlbensterneBearbeiten

Iskendria stellt neben einer Handelsmetropole auch ein wichtiger Knotenpunkt für Albensterne dar. Durch die Stadt laufen mehr als dreißig Albenpfade, alle unterirdisch. "Die Stadt scheint mir fast wie ein Spinnennetz, so viele Pfade treffen sich hier. Aber sie liegen unter der Erde. Das ist ungewähnlich. Ich weiß nicht, ob ich nach ihrer Kraft greifen kann, um ein Tor zu öffnen." Nuramon während seinem Besuch der Stadt.[4] Außerdem befindet sich hier der einzige Zugang zur Bibliothek von Iskendria in die Zerbrochene Welt.

MilitärBearbeiten

Die Soldaten der Stadt besaßen Brustpanzer aus versteiften Leinen, dazu Bronzehelme mit schwarzen Pferdeschweifen. Es gab zusätzlich die Tempelwachen, die Panzerungen aus Bronze, Speere und große, runde Schilder trugen. Dazu hingen schwarze Umhänge mit einer breiten Borte aus Goldstickerei von den Schultern.

Wirtschaft und HandelBearbeiten

Die Hafenstadt ist eine Handelsmetropole. Güter kommen mit Schiffen und Kamelen von weit her und werden weitergehandelt. Es ist zu vermuten, dass die Stadt einen zentralen und wichtigen Handelsknoten darstellt. Wie wichtig die Stadt war ist am Hof hinter einem Torbogen zu sehen, wo über hundert Kamele standen. Im inneren der Stadt werden für den Lastentransport dann hauptsächlich Esel verwendet. In der Stadt werden bemalte Vasen, Dosen, hauchzarte Geschmeide aus feinen goldenen Drähten und viele weitere Güter verkauft.

Wer in die Stadt möchte muss einen Wegzoll entrichten.

Menschen und KulturBearbeiten

Durch den guten Handel konnten die Einwohner auf allerhand Luxusgüter zurückgreifen. So hatten die leicht bekleideten Frauen dicke Schichten von Puder und Schminke aufgetragen und oftmals auch den Körper mit Spiralen und Schlangenlinien bemalt.[5] Auch große Viertel mit Hurenhäusern gibt es in Iskendria, in einem wird unter anderem Asmandea angepriesen.[6] Zimon von Malvena beschrieb Iskendria als eine Stadt der zwei Gesichter. Ersteres war sie eine Stadt der Kunst und Kultur wo Künstler hoch geschätzt wurden. Die Reichen ließen Standbilder von sich anfertigen. Es gab wunderbare Feste und die Gelehrten aus aller Welt stritten sich um die Fragen der Philosophie.

Zweiteres gab es jedoch einen blutigen Kult um den Stadtgott Balbar. Dabei wird jeden Tag auf dem Tempelplatz (Platz des Himmelshauses) ein Kind verbrannt.[7]

Es wird allerdings auch von den Menschen die Seegöttin Bessa verehrt, deren Gatte ein Delphin ist.[8] [9]

Bei Gesetzesbruch und bei Beleidigungen der Götter folgten sehr schwere Strafen, in den meisten Fällen den Tod durch Qualen und Demütigungen. So wurden zum Beispiel Straftäter nackt in Käfigen auf öffentlichen Plätzen aufgehängt, um diese verdursten zu lassen.

GeschichteBearbeiten

Etwa 1100 vdB stieg Iskendria zu einem der bedeutendsten Stadtstaaten auf. Die Stadt wurde von einer Priesterschaft beherrscht, die sich dem Kult um Balbar verschrieben hatte. Die kulturelle Entwicklung war wesentlich weiter fortgeschritten als im dünner besiedelten Norden.[10]

212 ndB wurde die Stadt vom König Dandalus von den Aegilischen Inseln belagert. Zwei Monde dauerte sie. Potheinos, der König der Stadt, sah die Niederlage. Deshalb bot er Balbar seinen Sohn als Opfer an, worauf hin unter den Belagerern eine Seuche ausbrach. Als dies geschah versprach er ihm zudem jeden Tag ein weiteres Kind als Opfer wenn er die Feinde der Stadt vernichte. Zwei Tage später versank die Flotte der Aegilier in einem Sturm. Durch die Opferungen erlosch das Königshaus, danach herrschten die Priesterschaft Balbars und die Kaufleute in der Stadt und die Opferungen wurden weiter geführt.[11]

437 ndB kam ein Heer der Tjuredkirche über das Meer und belagerte mehrere Jahre die Stadt. Zweimal wurde ihre Flotten durch Balbars Feuer verbrannt. Nach der Eroberung wurden die Ruinen lange Zeit nicht genutzt.[12] Die Tjuredmönche bauten einen Tempelturm über dem Albenstern, der in die Bibliothek führte, wodurch dieser nicht mehr benutzt werden konnte.[13]

In späterer Zeit wurde ein Fischerdorf gegründet.

Quellen Bearbeiten

  1. Die Elfen (Heyne 2014), S. 603
  2. Die Elfen (Heyne 2014), S. 1026
  3. Die Elfen (Heyne 2004), Seite 396ff.
  4. Die Elfen (Heyne 2004), Seite 401
  5. Die Elfen (Heyne 2004), Seite 397
  6. Elfenlicht (Heyne 2014), Seite 126
  7. Die Elfen (Heyne 2004), Seite 408
  8. Elfenkönigin (Heyne 2014), Seite 479
  9. Elfenkönigin (Heyne 2014), Seite 913
  10. Elfenlied (Heyne 2009), Seite 284
  11. Die Elfen (Heyne 2004), Seite 409
  12. Elfenlied (Heyne 2009), Seite 303
  13. Die Elfen (Heyne 2004), Seite 604 ff.

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