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Mandred Torgridson, auch Elfenfreund und Mandred Aikhjarto genannt, ist der Jarl von Firnstayn. Seine Frau heißt Freya und sein Sohn Alfadas. Von den Elfen wird er teilweise auch Mandred Menschensohn genannt. Er ist der Sohn von Torgrid und Ragnhild.

Aussehen Bearbeiten

Mandred besitzt eine stattliche Gestalt.[1] In seine langen roten Haare sind um 1 ndB sieben Zöpfe geflochten. Jeder Zopf steht dabei für einen erschlagenen Gegner.[2] Unter der Stirn besitzt er einen Bart wie ein Kentaur.

Geschichte Bearbeiten

Mandred ist als Sohn von Torgrid und Ragnhild in Firnstayn geboren und aufgewachsen. Er ist dabei der Enkel des Gründers des Dorfes. Seine Kindheit verbrachte er mit Ragnar und Gudleif. Später machte er bei einigen Feldzügen mit dem König des Fjordlandes mit, zog sich aber am Ende wieder ins eigene Dorf zurück. Freya wurde seine Frau.
Als ein alter Mann eine Gefahr für das Dorf Firnstayn ankündigt, zog er mit Gudleif, Asmund und Ragnar los, um sie zu untersuchen. Sie fanden ein Kadaver von einem Elchbullen, wo nur das Gehirn gegessen wurde. Doch schon bei der ersten Begegnung mit dem Manneber starb Gudleif durch einen Angriff des Lebewesens. Ragnar und Asmund folgten ihm ebenfalls in den Tod. Auch Mandred verletzte sich, als er mit der Axt zurückschlagen wollte, überlebte aber (sein Signalhorn wurde dabei aber zerstört). Er kann sich knapp zu einem Steinkreis retten, wo er den dortigen Ferustoß anzünden will, welcher das Dorf vor der Gefahr warnen will. Dort erwartet der Manneber ihn und schickt, ohne Mandreds Wissen, diesen vom Frost und der Auseinandersetzung schwer verletzt durch einen Albenstern nach Albenmark.[3]
Durch das Tor des Aikhjarto dort angekommen, heilt der beseelte Baum Atta Aikhjarto seine Wunden. Mandred dankt und verspricht ihm jederzeit, zu Hilfe zu kommen, wenn der Baum ihn brauchen würde. Als Zeichen, dass der Baum das Versprechen annimmt, ließ er eine Eichel fallen. Danach brachte Aigilaos ihn zur Shalyn Falah, wo er sich einen kleinen Kampf mit Ollowain, dem Anführer der Schildwache, lieferte. Dieser bezwang Mandred, wobei er einen Zopf abtrente. Danach brachte der Elf Mandred zur Burg der Königin.[4]

Elfenjagd Bearbeiten

Dort eingetroffen, trat er vor die Königin und forderte Wehrgeld für die Opfer des Ebermannes. Nachdem diese ihn überzeugt hatte, dass das Geschöpf kein Albenkind war, bat dieser sie um Hilfe gegen den Manneber. Emerelle willigte ein, eine Elfenjagd zu berufen, verlangte jedoch als Gegenleistung dessen ersten Sohn. Dieser soll ein immerwährendes Band zwischen Albenmark und dem Fjordland knüpfen.[5]Mandred willigt ein. Es ist der Beginn und Nullpunkt der neuen Zeitrechnung.
Sechs Jäger, unter ihnen, Brandan, Vanna, Aigilaos, Lijema, Farodin und Nuramon, und Mandred, werden ausgeschickt, um den Ebermann zur Strecke zu bringen. Mandred wird dabei von Emerelle zum Anführer der Truppe erkoren. Vor dem Aufbruch bekam er aber noch einiges an Ausrüstung, wie ein Kettenhemd, ein goldgefasster Spangenhelm mit Kettengeflecht, ein lerderner Köcher und einen Sattel von den Elfen geschenkt. Am Abend vor dem Aufbruch betrank er sich mit Aigilaos. Am folgenden Tag brachen sie zur Elfenjagd auf. Sieben weiße Wölfe schlossen sich ihnen an.[6]
In der ersten Nacht im Fjordland starben Aigilaos, Lijema, Brandan und fünf der weißen Wölfen durch den Manneber. Nach der Attacke erkannte Vanna in dem Monster einen Devanthar und warnte die Anderen vor der Gefahr. Sie folgten ihm zu der Höhle des Luth, wo es zum finalen Kampf kam. Vanna starb durch herabfallende Eissplitter, aber am Ende konnte Mandred der Bestie mit der Saufeder den vermeintlichen Todesstoß versetzen.[7]
Doch der Manneber konnte die Höhle mit einem Zauber verriegeln und eine Zeitfalle aufbauen. 30 Jahre vergingen dort in wenigen Tagen, bis Svanlaib den verschlossenen Eingang zerstören konnte und sie dadurch befreite. Als Trophäe nahm Mandred die Leber des Ebers mit, um sie an die Hunde zu verfüttern.
Mandred war ziemlich erstaunt, als er die Veränderung von Firnstayn sah. Erst als ihm Erek Ragnarson erzählte, wie viel Zeit vergangen war, bemerkte er, was vorgefallen war. Er setzte am Grab von Freya die Eichel von der Atta Aikhjarto. Schließlich reisten sie zu der Burg Elfenlicht zurück, um die Mission abzuschließen. Im Thronsaal wartete der ganze Hofstaat auf die drei Überlebenden. Und auch Alfadas, sein Sohn.[8]

Guillaume Bearbeiten

Nachdem er und seine Gefährten von der Königin erfahren hatten, was mit Noroelle geschehen war, gehen die Gefährten für kurze Zeit auseinander. Mandred und Farodin erwischen in den Ställen der Burg Elfenlicht kurze Zeit später Nuramon, welcher dabei war heimlich aufzubrechen. Nach kurzer Zeit gesteht Nuramon den beiden, dass er mit Emerelle einen Pakt geschlossen hat. Dieser besagt, dass er im Austausch für die Begnadigung von Noroelle ihr Dämonenkind töten müsse.[9]Farodin und Mandred entschließen sich mit ihm zu gehen. Mandred, weil er findet, dass die Verbannung Noroelle´s letztlich seine Schuld war (da der Manneber ihn als Köder geschickt hatte).
Die Königin stellt Nuramon, Farodin, Alfadas und Mandred Ollowain, Yilvina, Nomja und Gelvuun zur Seite. Sie nehmen die Jagd nach Guillaume, dem Sohn des Mannebers, auf. Dabei bekommt Mandred von Ollowain eine Axt geschenkt. Während ihrer Reise macht sich Mandred mit seinem schon erwachsenen Sohn vertraut und versucht immer wieder ihn für das Handhaben der Axt zu begeistern, wobei er scheitert. Während der Reise wächst die Gruppe zusammen, sogar Ollowain und Mandred beginnen sich zu verstehen. Dabei spüren sie über ein Dutzend Scharlatane auf, die behaupten Magie wirken zu können. Nach dreijähriger Suche finden sie schließlich durch einen Hinweis eines Wanderpriesters Noroelle´s Kind in Aniscans.[10]
Die Gruppe entschließt sich in die Stadt zu gehen. Sie erreichen unter einigen Mühen den großen Platz vor dem Tempel, auf dem sich bereits eine riesige Menschenmenge eingefunden hat. Sie erkennen, dass der Priester im Zentrum nur Noroelle´s Sohn sein kann, da er die Gesichtszüge seiner Mutter besitzt. Während sie ihn beobachten, geht ein kranker Mann zu dem Priester namens Guillaume und bittet um Heilung. Dieser setzt seine Kräfte ein. Mandred sieht, wie die Elfen vor Angst zurückschrecken und sich zurückziehen. Nachdem sie sich gesammelt haben, erfährt er von Yilvina, dass Gelvuun während der Heilung tot zusammengebrochen ist.[11] Sie ziehen sich aus der Stadt zurück.
Nuramon überredet die Gruppe einen Tag zu warten und geht in die Stadt zurück um Guillaume freiwillig zum mitkommen zu bewegen. Farodin folgt ihm heimlich. Während die restliche Truppe um Mandred geschockt lagert, beobachten sie über einhundert bewaffnete Krieger, die in die Stadt einrücken. Als Mandred sieht, dass die Kirche brennt drängt er seine Gefährten Farodin und Nuramon zur Hilfe zu eilen. Diese (vor allem Ollowain) weigern sich, woraufhin Mandred zusammen mit Alfadas allein zur Stadt zurück reiten. Dort überraschen und erschlagen sie die Wächter (die Stierköpfe des Königs Cabezan) und verschaffen sich so Zutritt zur Stadt. Nach einiger Zeit finden sie die beiden verletzten Elfen und verschanzen sich in einem Bordell. Dort erfährt er von dem Tod des Priesters. Mandred überredet die Anderen zu einem Ausfall. Dort erwarten sie die Stierköpfe unter ihrem Anführer Hauptmann Elgiot. Kurz bevor die Gruppe überwältigt werden kann, greifen Ollowain, Yilvina und Nomja ein. Sie können fliehen, wobei Nomja verwundet wird. Mandred zieht sie zu sich aufs Pferd und flieht mit der restlichen Gruppe. Er stellt erst kurze Zeit später fest, dass Nomja tödlich getroffen worden ist.[12]Die Gefährten ziehen sich nördlich von Aniscans zurück und lassen sich von Nuramon heilen. Dann kehren sie für 20 Tage nach Firnstayn zurück. Dabei stellt Mandred fest, dass das Dorf schon wieder gewachsen ist. Er bemerkt, dass es nicht seine Bestimmung ist hier zu bleiben. Als sich die Gefährten nach Albenmark aufmachen bespricht er sich mit seinem Sohn. Dabei stellen sie fest, dass es besser wäre, wenn Alfadas im Dorf bleiben würde. Beide trennen sich mit der Vorahnung, sich im Leben nicht mehr zu sehen.
Mandred kehrt mit den Elfen nach Albenmark zurück und werden in der Silbernacht von Emerelle im Alten Wald empfangen. Sie erfahren, dass ihre Mission gescheitert ist, da sie Guillaume nicht selbst getötet haben. Daraus, so Emerelle, würde großes Unheil für Albenmark erwachsen. Sie weigert sich Noroelle zu begnadigen und schließt alle Albentore für unbestimmte Zeit.
Mandred zieht mit Nuramon und Farodin zu Alaen Aikhwitan, dem Zuhause Nuramons. Dort besprechen sie ihr weiteres vorgehen und einigten sich sobald wie möglich Albenmark wieder zu verlassen. Aikhwitan gibt ihnen den Rat die Fauneneiche aufzusuchen, die den Elfen zeigen könnte, wie man niedrige Albensterne öffnet. Als sie die Eiche kurz danach fragten, willigte der Baum ein, jedoch nur wenn Mandred nicht dabei wäre. Also suchte er sich für die nächsten paar Monaten andere Beschäftigungen und betrank sich zum Beispiel mit Atta Aikhjarto.

Die Suche Bearbeiten

Im Frühling ist das Training der Elfen zu Ende. Die Elfen brechen mit Mandred in die Menschenwelt auf, wo sie sich in einer Sandwüste wiederfinden. Nach Tagen des Laufens finden sie kurz vor dem Verdursten ein weiterer Albenstern und öffnen einen Weg zu den Freien von Valemas in die Zerbrochene Welt. Dort erholen sie sich von der Reise in der Hitze. Ein Dschinn rät ihnen in die Bibliothek von Iskendria zu gehen, wo sie weitere Informationen zu dem Bannzauber finden könnten. Also brechen sie wieder durch das Albentor auf und treffen Tage später im Jahre 280 ndB in Iskendria ein. Auf einer Reise über einen Albenpfad zwischen der Flucht aus Albenmark und dem Ankunft in Iskendria mussten sie also einen längeren Zeitsprung von etwa 245 Jahren gemacht haben. In der Stadt finden sie zufällig das Albentor in die Bibliothek. Dort testet Mandred ausführlich den Weinkeller und lässt seine Lebensgeschichte aufschreiben. Nuramon und Farodin können sich nicht über das weitere Vorgehen einigen und trennen sich. Farodin sucht mit Mandred weiter nach Sandkörner während Nuramon etwas von einem Orakel gelesen hat. Mandred und der Elf nehmen ein Schiff nach Angnos und kehren dann nach Firnstayn zurück, wo sie 281 ndB eintreffen. Erst hier bemerken sie, dass sie einen längeren Zeitsprung gemacht haben mussten.[13]
Wieder in seiner Heimat lernt er sein ferner Verwandter kennen, der nun König über das Fjordland ist. Mandred ist bereits eine Legende und wurde dementsprechend feierlich empfangen. Durch eine verletzte Elfe, die in der Königshalle gepflegt wurde, erfahren sie von Gefangenen in der Nachtzinne hoch im Norden.[14] Also baut Farodin mit der Unterstützung der Einwohner innerhalb zehn Wochen ein kleines Schiff und brechen dann zu Zweit mitten im Winter auf. Am neunten Tag der Fahrt in den eisigen Gewässern erreichten sie die Trollburg.[15] Er stellte sich dort als Bote von Emerelle vor. Den Trollfürsten Orgrim lud ihn zum Essen ein und servierte ihm Yilvina, jedoch erfuhr er es nach dem Festmahl. Orgrim ließ ihn einsperren, er konnte sich aber durch Farodins Hilfe befreien. Auf der Flucht nahmen sie mit den Überlebenden wieder das kleine Boot und schafften es über ein Albentor im Meer nach Reilimee zu entkommen. Während der ganzen Reise kümmerte sich die Elfe Nardinel um ihn. Zum Abschied gab sie ihm einen geflochtenen Armreif aus ihrem schwarzen Haar.[16]

Rückkehr Bearbeiten

Nach der Befreiungsaktion kehrten Mandred und Farodin nach Firnstayn zurück, aber nicht ohne dabei einen Zeitsprung von ungefähr 48 Jahren zu machen und kamen 330 ndB dort an. Dort trafen sie auf Nuramon, der in den letzten paar Jahrzehnten in der Stadt einiges verändert hat und die Mandriden gründete. Nach einem Fest und einer Nacht mit Tharhild reisten die Gefährten und die Mandriden auf dem Schiff Albenstern weiter, um das Tor zu Noroelle zu finden. Mit dem gefundenen Sand und Dareens Vision gelang es ihnen schließlich, konnte dort den Bann jedoch noch nicht brechen. Also kehrten sie nach Firnstayn zurück. Dort erfuhr er, dass Tharhild von ihm einen Sohn erhielt und erkannte das Kind als seines an.[17]
Um den Bann zu brechen nahmen sie sich vor einen Albenstein zu finden, dazu reisten sie wieder nach Iskendria. Doch als sie dort eintrafen, wird sie gerade von den Anhänger Tjureds belagert, eine heftige Schlacht um die Stadtvierteln wurde ausgetragen. Als sie über die Goldene Pfade in die Bibliothek weiterreisten machten sie einen Zeitsprung von über hundert Jahren.

Schlacht um Albenmark Bearbeiten

Nach der Rückkehr wurde klar, dass Albenmark vor der entscheidende Schlacht stand, die das Schicksal der Welt bestimmen würde. Emerelle erklärte ihnen von ihrem Plan, der Albenmark für immer von der Menschenwelt trennen sollte. Dazu mussten sie jedoch die Tjuredkirche aufhalten. Er verbrachte seine letzte Nacht vor der Schlacht im Zelt von Gishild, um seinen Traum vom neuen Firnstayn an sie weiterzugeben.[18]
Mandred nahm mit den verbliebenen Firnstayner Reiter an der Hauptschlacht teil und stellten sich verborgen an der rechten Flanke auf.[19] Er fasste dann jedoch den Plan mit einer kleinen Schar verkleidet zum Herzen des gegnerischen Heeres vorzustoßen. Um nicht aufzufallen ließ er sich seine roten Zöpfe abschneiden.[20] Es gelang ihnen so bis zu der Heeresleitung vorzustoßen und den feindlichen Heerführer Großmeister Tarquinon mitsamt seinen Offiziere niederzumetzeln, wurde jedoch dabei angeschossen. Es folgte ein Kampf um den Hügel, wo sind standhalten konnten.[21] Der Mut verließ die Ordensritter, die nun zur Flucht übergingen. Albenmarks Heer siegten auf diesem Schlachtfeld.[22]
Die Verletzungen waren aber derart hart, dass er bald dem Tode nahe war. Durch die Bleikugel, die in seinem Bauch lag, misslang es Nuramon ihn zu heilen.[23] In Anwesenheit von Nuramon und Farodin ging er in die Halle der Götter.[18] Er wird am Morgen nach der Schlacht bei einem Albenstern beigesetzt, wo er von den Fjordländer und Albenkinder reiche Grabbeilagen erhielt und sie sich von ihm verabschieden konnten. Auf sein Grab wurde die Eichel Atta Aikhjartos gepflanzt, der erste beseelte Baum einer neuen Generation.[24]

Quellen Bearbeiten

  1. Die Elfen (Heyne 2004), Seite 470
  2. Die Elfen (Heyne 2004), Seite 18
  3. Die Elfen (Heyne 2004), Seite 22
  4. Die Elfen (Heyne 2004), Seite 44ff.
  5. Die Elfen (Heyne 2004), Seite 56
  6. Die Elfen (Heyne 2004), Seite 97
  7. Die Elfen (Heyne 2004), Seite 142
  8. Die Elfen (Heyne 2004), Seite 200ff.
  9. Die Elfen (Heyne 2004), Seite 216f.
  10. Die Elfen (Heyne 2004), Seite 242
  11. Die Elfen (Heyne 2004), Seite 248
  12. Die Elfen (Heyne 2004), Seite 295
  13. Die Elfen (Heyne 2004), Seite 449
  14. Die Elfen (Heyne 2004), Seite 460
  15. Die Elfen (Heyne 2004), Seite 477
  16. Die Elfen (Heyne 2004), Seite 551
  17. Die Elfen (Heyne 2004), Seite 602
  18. 18,0 18,1 Die Elfen (Heyne 2004), Seite 881ff.
  19. Die Elfen (Heyne 2004), Seite 828f.
  20. Die Elfen (Heyne 2004), Seite 852ff.
  21. Die Elfen (Heyne 2004), Seite 858ff.
  22. Die Elfen (Heyne 2004), Seite 872ff.
  23. Die Elfen (Heyne 2004), Seite 875ff.
  24. Die Elfen (Heyne 2004), Seite 886ff.

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