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Die Trolle sind das kriegerischste Volk unter den Albenkindern. Sie gelten zwar als dumm, jedoch besitzen sie auch gut konstruierte Burgen, riesige Schiffe und Alltagsgegenstände wie Trinkhörner, Bänke usw. Ihre Heimat ist die Snaiwamark mit dem Königssitz Königsstein. Während der Verbannung mussten sie sich unter anderem mit der Nachtzinne in der Menschenwelt vorlieb nehmen.

Essgewohnheiten Bearbeiten

Sie essen zwar vorwiegend rohes oder gebratenes Fleisch, können jedoch auch ohne Probleme Gemüse, Brot und andere nicht fleischliche Produkte verzerren. Ihr Leibgetränk ist das Bier.

Sie verzehren das Fleisch ihrer Gegner, wenn sie sie für Tapfer genug halten. Nur von den Tapfersten wird das Herz und von den Klügsten das Hirn gegessen.[1] Frisches Blut ist für sie eine Labsaal.[2]

Aussehen Bearbeiten

Trolle sind riesenhafte, etwa drei Schritt große, und massige Lebewesen, welche die Menschen und Elfen bei Weitem übertreffen. Für Menschen wirken ihre Arme zu lang im Verhältnis zum Oberkörper. Sie haben nur grobe Gesichter mit aufgequollenen Nasen, breite Wülste über den Augenbrauen und raue knorpelige Ohren, aber auch lange und spitz wie die der Elfen.[3] Die Haut ist aus dunklem Grau oft mit hellen Einsprengseln versehen. Die Augen Trollen sind allesamt Bernsteinfarben. Trollweiber schmücken sich mit Tätowierungen auf ihren kahlen Schädeln, sie haben üppige Brüste und starke Hände. Männliche Trolle schmücken ihren ganzen Körper mit wulstigen Narben zum Zeichen ihrer Tapferkeit. Erst wenn ein Troll seine Schmucknarben auf der Brust erhalten hat gilt er als Mann. Entzünden sich die Narben, gilt das als schlechtes Omen für den Krieger.[2]

Paarung Bearbeiten

Bei den Trollen entscheiden die Weiber mit wem sie sich paaren. Sie erwählen immer nur nur die größten, berühmtesten und tapfersten um mit ihnen einen Welpen zu zeugen. Auf ein Trollweibchen kommen etwa zehn Männchen. Jedes Trollweib hat drei oder vier Leibwächter, sie bleiben gut bewacht in ihren Höhlen.[4] Beim Liebespiel werden liebestolle Ringkämpfe durchgeführt.

Es ist mit dem Trollschamanismus möglich, die Trollweibchen fruchtbarer zu machen. Wird dies in großem Stil gewünscht ist allerdings ein Albenstein nötig.

Ausbildung Bearbeiten

Die Trollmänner werden fast ausschließlich als Krieger ausgebildet. Die einzige Ausnahme sind Wildrufer (es ist aber durchaus möglich, dass Wildrufer nur eine Spezialisierung der Krieger sind). Die Welpen werden mit ungefähr 10 Jahren zu Jungkriegern. Dies bleiben sie meistens, bis sie älter als 30 Jahre sind. Nur wenige werden bevor sie 30 Jahre sind zu vollwertigen Kriegern.

Die einzig bekannte Ausbildung für Trollfrauen ist die der Trollschamanin. Dies geschieht allerdings nicht sehr häufig. Ansonsten sind die Frauen also nur für die "häuslichen" Tätigkeiten zuständig.

Hierarchie und Wohnsitze Bearbeiten

Generell gilt bei der Hierarchie der Trolle, dass die Trolle sich selbst ihre Titel (nur die des Königs und der Herzöge) weitergeben.[5] Erst wenn eine dieser Seelen vollends erlischt (entweder weil sie im Nichts verloren gehen, oder weil sie ins Mondlicht gehen) kann ein anderer Trolle diesen Titel bekommen. Dies kommt jedoch nur äußerst selten vor. Die einzige Ausnahme dieser Regel besteht darin, dass der König ein neues Herzogtum ausruft.

An der Spitze der Trolle ist der König. Er residiert auf dem Königsstein.

  • Frühe Trollkönige (bisher unbekannt, ob es sich um die gleiche Seele der späteren Trollkönige handelt):
  • Die Seele des Trollkönigs kleidete sich unter anderem in folgende Namen:

Unter dem König stehen die Herzöge (mit bekanntem Namen der Seele und Sitz)

Unter den Herzögen stehen die Rudelführer.

Außerhalb dieser Hierarchie stehen die Schamaninnen. Wieviel sie genau an Macht haben ist unbekannt. Die Schamanin Skanga allerdings ist die rechte Hand des Königs und lenkt im Geheimen seine Schritte.

Stärken und Schwächen Bearbeiten

Die Berührung von Metall jeglicher Art ist ihnen unangenehm, weshalb sie ihre Waffen aus Holz, Stein und Leder fertigen. Das Eisen im Blute aller Wesen schadet ihnen nicht und gilt sogar als große Köstlichkeit.[6]

Sie sind stärker als fast alle Albenkinder, nur Drachen sind stärker als sie. Die Trolle sind in der Lage bei großer Kälte zu überleben. Sie sind nicht in der Lage zu schwimmen. Wenn sie ins Wasser fallen, gehen sie unter wie ein Stein.[7] Zumindest einige Trollweiber sind in der Lage Magie zu weben. Unter den Trollmännern gibt es vereinzelt Wildrufer.

Tapferkeit wird bei den Trollen am Höchsten geschätzt. Es ist durchaus möglich, dass ein Troll versucht derart tapfer zu sein, das er tollkühn wird und einen fatalen Fehler begeht. Feiglinge sind unter den Trollen verpöhnt. Die einzig im gesamten Volk akzeptierte Angst ist die vor tiefem Wasser.

Sterblichkeit Bearbeiten

Trolle sind sterblich. Ihre Seelen kehren nach dem Tod wieder in den Seelenhort ein. Erfüllt ein Troll seine Bestimmung geht er ins Mondlicht.

Ein Troll kann sehr alt werden ist aber nicht unsterblich wie die Elfen.[8]

  • Das älteste bekannte Beispiel ist der Troll Orgrim. Er wurde um 10 ndB geboren und nahm 1033 ndB an der Trennung der Welten teil. Er wurde also über 1.000 Jahre alt und war noch nicht altersgebrechlich.
  • Die Schamanin Skanga ist davon losgelöst zu betrachten, sie wurde von dem beseelten Baum Matha Naht unsterblich gemacht.

Mythologie um die Erschaffung der Trolle Bearbeiten

Es heißt in einer Legende, die ersten Trolle wären von dem rebellischtem unter den Alben (dem wohl größten Held aus dem großen Krieg gegen die Devanthar) aus dem Fels der Snaiwamark geschlagen worden.[9]

Laut einer anderen Legende heißt es, dass die Trolle die ersten unter den Albenkindern waren, welche erschaffen wurden. Dies ist in soweit falsch, als das zumindest die Himmelsschlangen vor den Trollen erschaffen worden sind.

Geschichte Bearbeiten

Der Sohn des Trollkönigs wird von Nandalee auf der Jagd erschossen. Die Trolle beginnen mit der Jagd auf sie. Sie können sie stellen, werden jedoch von Gonvalon und Aileen zurückgeschlagen. Ihre Beute kann fliehen.

Die Trolle erhalten von der Zwergin Amalaswintha mehrere Elfen aus der Sippe Nandalees und halten diese im Königsstein gefangen. Diese werden schließlich getötet.

Die Elfe Nandalee versucht die vermeintlich noch lebenden Elfen ihrer Sippe mit Gonvalon zu retten. Dabei gerät sie in eine Falle, bei der Trollschamaninen versuchen sie mit Magie zu töten. Der Goldene greift ein und tötet einige Trolle und eine Schamanin. Die beiden Elfen entkommen.

Um 745 vdB findet der erste Trollkrieg statt.

125 vdB findet der zweite Trollkrieg statt. Dabei werden die Trolle aus ihrer Heimat vertieben. Sie werden nach Daia verbannt. Sie leben dort im Norden des Fjordlandes.

Am Fest der Lichter 40 ndB beginnt der dritte Trollkrieg. Im Laufe des Krieges entscheiden die Trolle den Kampf für sich und werden 56 ndB zu den Herrscher von ganz Albenmark. Erst 68 ndB geht die Macht auf dem Fest der Lichter wieder an Emerelle zurück.

549 ndB findet die Dreikönigsschlacht statt. Dabei kämpfen die Trolle an der Seite der Fjordländer und der Elfen. Am Ende der Schlacht kommt ihr König Boldor um.

Nachdem 100 Jahre lang die Seele des Königs nicht wiedergeboren wurde (sie ging im Nichts verloren) ernennt Skanga 649 ndB Orgrim zu König der Trolle.

Die Trolle verbünden sich endgültig mit den restlichen Albenkindern, um Albenmark in den Tjuredkriegen gegen die Tjuredanhänger zu verteidigen.

1.033 ndB mobilisieren sie ihre letzten Kräfte. Sie halten mit den restlichen Albenkindern die Tjuredanhänger auf. Es kommt zur Trennung der Welten. Kurz davor versprechen Skanga und Orgrim den Flüchtlingen des Fjordlandes die Walbucht als Heimat.

Quellen Bearbeiten

  1. Elfenwinter (Heyne 2014), Seite 63f.
  2. 2,0 2,1 Elfenwinter (Heyne 2014), Seite 883
  3. Die Elfen (Heyne 2004), Seite 709
  4. Elfenwinter (Heyne 2014), Seite 198
  5. Elfenwinter (Heyne 2014), Seite 52
  6. Elfenwinter (Heyne 2014), Seite 883
  7. Elfenwinter (Heyne 2014), Seite 53
  8. Elfenwinter (Heyne 2014), Seite 907
  9. Elfenwinter (Heyne 2014), Seite 378

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